"Die Mediation ist ein Weg vom Konflikt zur Kooperation. Sie baut Brücken, zeigt neue Wege und schafft Perspektiven."
Sylvia BAGUSCH-DRIEMECKER
Ihre Mediatorin für Familienmediation in Ratzeburg
Die Ausgangslage:
Funkstille - Wenn Reden keinen Sinn mehr macht …


Egal ob Trennung, Scheidung oder ein Streit ums Erbe: ein Familienkonflikt oder Beziehungsstreit ist fast immer mit starken Emotionen verbunden. Es fällt dann besonders schwer, sachliche und zukunftsorientierte Lösungen zu finden. Es ist sinnlos, miteinander zu reden. Die Fronten verhärten und Funkstille tritt ein.

Der Grund liegt darin, dass die streitenden Personen während eines Streits ihr persönliches Verhältnis zueinander (Beziehungsebene) mit dem sachlichen Konflikt (Sachebene) verbinden anstatt die beiden Ebenen zu trennen. Dadurch entstehen unabhängig vom eigentlichen Sachproblem zwischenmenschliche Verletzungen, die ein Miteinander blockieren.

Die Lösung des Konflikts scheint unmöglich. Meinungsunterschiede werden für „unüberbrückbar“ gehalten. Es stellt sich die Frage, ob und wie es in der verfahrenen Situation überhaupt weitergehen soll. Genau hier setzt die Mediation als außergerichtliches Verfahren an. Man spricht davon, dass die Mediation „Brücken baut“.

Wie kommen Sie vom Konflikt zur Kooperation?
Als Mediatorin bin ich die „Dritte im Bunde“. In dieser Funktion besteht meine Aufgabe darin, Ihnen dort Brücken zu bauen, wo der Weg bisher unterbrochen war. Ich sorge dafür, dass Sie (wieder) ins Gespräch kommen und jeder seinen Raum erhält, um die eigenen Interessen zu formulieren.

Kernstück einer jeden Mediation ist die Konfliktbereinigung. Durch Konfliktklärung in der Vergangenheit liegender Sachverhalte gelingt eine klare und nachhaltige Zukunftsgestaltung der Trennungs- und Scheidungsfolgen, mit dem Ziel der sog. einvernehmlichen Scheidung. Unter zerstrittenen Erben werden zukunftsorientierte, nachhaltige Lösungen gefunden.

Hierzu wird auf die Beweggründe hinter den Konfliktauslösern geschaut. Das klärt die Beziehung der Konfliktpartner miteinander und führt zur Verständigung. Die Fragetechniken der Mediation werden Ihnen helfen, sich aus dem emotionalen Gefühlschaos zu befreien. Über die Interessenlage, Gefühle und die Bedürfnisse Ihres Konfliktpartners bestehen zu Beginn der Mediation oft nur diffuse oder falsche Vorstellungen. Die eigene Interessenlage wird durch steigende Emotionen überlagert.

Mit den besonderen Kommunikationstechniken der Mediation und der strukturierten Verhandlungsführung ist es möglich, den Kern des Konflikts für Sie herauszuarbeiten und den darauf beruhenden Beziehungskonflikt zu bereinigen. Sie werden von mir darin unterstützt, den Konflikt aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Auf diese Weise entwickeln Sie Verständnis für die Sichtweise des jeweils anderen. Eine Annährung wird möglich und es entsteht die Bereitschaft, aufeinander zuzugehen. Festgefahrene Positionen lösen sich, Gesprächsblockaden und Kommunikationsstörungen können beseitigt werden. Die Konfliktbeteiligten kommen wieder miteinander ins Gespräch.

Erst jetzt werden die eigentlichen Sachprobleme losgelöst von der emotionalen Beziehungsebene deutlich erkennbar. Auf sachlicher Ebene entstehen aus den eigenen Ideen der Konfliktbeteiligten Lösungen, die auch von Ihnen selbst konkretisiert werden.

Der große Unterschied zu einem gerichtlichen Verfahren wird an dieser Stelle deutlich:
Anders als in einem Gerichtsverfahren geht es in der Mediation um den ganzen Menschen, um alle Interessen und Bedürfnisse, die in Einklang gebracht werden können. Beide Seiten werden angehört. Es ist Raum zum Erläutern der Hintergründe des Konflikts, was vor Gericht nicht relevant ist. Vor Gericht geht es um die Anwendung des Gesetzes auf einen begrenzten Lebenssachverhalt, um starre Rechtspositionen, um „Recht“ oder „Unrecht“ haben. Die Mediation setzt ganzheitlich an:bei ihr gibt es gerade keine Gewinner und Verlierer. Auf diese Weise werden nachhaltige Lösungen für die Zukunft geschaffen.

Die Mediation findet immer ein Weg vom Konflikt zur Kooperation – auch wenn die Differenzen noch so groß sind.


Voraussetzung der Mediation
Mediation funktioniert nur dann, wenn beide Konfliktpartner wirklich ein faires Ergebnis wollen. Sind beide Konfliktpartner ernsthaft an einer friedlichen Lösung interessiert? Oder geht es einem von beiden um die grundsätzliche Klärung einer Rechtsfrage? Können Sie noch sachlich und ruhig miteinander umgehen? Sind Sie bereit, mit offenen Karten zu spielen? Dies erfordert die Bereitschaft, alle notwendigen Informationen zu beschaffen und offenzulegen. Wichtig ist auch, dass die Konfliktpartner ergebnisoffen und nicht von vornherein auf ein einziges Ergebnis fixiert sind. Mehr dazu finden Sie unter dem Punkt "Mediation - JA oder NEIN?"
In diesem Sinne:
„Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.“
Albert Camus