Ist Ihr Konflikt für eine Mediation geeignet?
Nicht jeder Konflikt und nicht jede Person eignen sich für eine Mediation. Wollen Sie beide ein faires Ergebnis? Dann haben Sie gute Chancen. Eine Mediation wird nur dann erfolgreich sein, wenn beide Konfliktparteien sie wollen. Sie müssen in der Lage sein, sachlich und ruhig miteinander umzugehen. Erforderlich ist eine gewisse Offenheit für mögliche Lösungen, was wiederum ein Mindestmaß an Gesprächs- und Einigungsbereitschaft voraussetzt. Und Sie müssen bereit sein, alle notwendigen Informationen zu beschaffen und offenzulegen.

Den Zeitpunkt einer Mediation bestimmen Sie selbst. Die Mediation ist sowohl während eines laufenden Gerichtsverfahrens als auch nach deren Abschluss möglich. Bei schweren psychischen Störungen oder Gewaltanwendung unter den am Konflikt Beteiligten stößt die Mediation an ihre Grenzen. Ebenso, wenn eine unüberwindliche räumliche Distanz besteht, wenn eine Lösungssuche auf Augenhöhe nicht mehr möglich ist oder wenn ein starkes Macht-Ungleichgewicht in der Partnerschaft besteht.
Checkliste - PRO und CONTRA Mediation:
PRO Mediation
Sind Sie bereit,

sich mit dem anderen noch an einen Tisch zu setzen (zumindest in Begleitung eines neutralen Dritten)?

sich selbst auch als Teil des Konflikts zu sehen?

starre Positionen aufzugeben bzw. zumindest vereinzelt nachzugeben?

sich für andere mögliche Lösungen zu öffnen?

gemeinsam mit dem anderen eine Lösung zu finden?

Schuldzuweisungen aufzugeben und fair zu verhandeln?

selbst Verantwortung für eine Vereinbarung zu übernehmen ohne unbedingt „Ihr Recht zu bekommen“?

selbstbestimmt eigene Entscheidungen zu fällen?

konstruktiv an einer Lösung mitzuarbeiten?

eigene Interessen angemessen selbst zu vertreten?
CONTRA Mediation
In nachfolgenden Konstellationen dürfte die Klärung der Rechtslage durch ein Gerichtsverfahren für Sie die bessere Wahl sein:

Ist die persönliche Verletzung bei einem von Ihnen beiden noch so groß, dass ein sachliches Gespräch nur schwer möglich ist?

Befinden Sie sich wegen des Konflikts in einer psychischen Ausnahmesituation, so dass Sie derzeit nicht klar denken können? Es sollten dann zum jetzigen Zeitpunkt keine verbindlichen längerfristigen Vereinbarungen getroffen werden, die sie später bereuen könnten.

Geht es einem von Ihnen beiden „ums Prinzip“, und Sie wollen wissen, wer Recht hat?

Liegt eine rechtliche Grundsatzfrage vor, die Sie geklärt haben möchten/müssen?

Fühlen Sie sich dem anderen nicht gewachsen? Besteht zwischen Ihnen ein ersichtliches Ungleichgewicht in der Verhandlungsstärke der Konfliktparteien (z.B. ein Partner ist extrem dominant, der andere angepasst und eher unterwürfig)?

Möchte einer von Ihnen beiden Druck auf die andere Seite ausüben?

Spielt die Dauer eines oder mehrerer Gerichtsverfahrens für Sie keine Rolle?

Nur einer von Ihnen beiden möchte an einer Mediation mitwirken?

Sind Sie insgesamt unentschlossen, unsicher, widersprüchlich und wissen (noch) nicht wirklich, was Sie wollen? Sind Sie vielleicht sogar fremdbestimmt?

Wollen Sie für die Problemlösung keine eigene Verantwortung übernehmen?

Ist einer der Konfliktbeteiligten ernsthaft erkrankt und deshalb nicht in der Lage, sich und seine Interessen einzubringen?
Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Mediation das Richtige für Sie ist, dann rufen Sie mich gerne an, und wir vereinbaren ein unverbindliches Vorgespräch gemeinsam mit Ihrem Konfliktpartner. Gemeinsam schauen wir, welche Strategie zu Ihrem individuellen Fall passt. Es ist sinnvoll, dass an diesem Gespräch alle Streitbeteiligten teilnehmen.

Noch Fragen? Ich helfe Ihnen gerne.

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